UEBEL&NEISS // Kultur.Forscher!

Nominierung für den Zukunftspreis für Kulturbildung in der Kategorie Programme kultureller Bildung

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Wir können es noch immer nicht fassen, aber es ist wahr:
Wir sind aus mehr als 400 Einsendungen ausgewählt und nun unter den drei Nominierten für den OLYMP – Zukunftspreis für Kulturbildung der Kulturstiftung der Länder 2016!

Und so war die Preisverleihung am 8. Juli 2016 im Konzerthaus Berlin:

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Wir freuen uns in Berlin gewesen zu sein, auch wenn es “nur” bei der Nominierung geblieben ist.
Wir gratulieren herzlich den Gewinnern des Kinder zum Olymp!-Wettbewerbs 2015/2016, in unserer Kategorie “Programme kultureller Bildung”, dem Werkbundarchiv – Museum der Dinge aus Berlin!
Doch eines ist klar: Mit UEBEL&NEISS sind wir die Gewinner der Herzen 2016!

 

Zu Gast in der Ausstellung Achso, Deshalb!

UEBEL&NEISS ist ein Projekt in der langjährigen Kooperation mit der 94. Schule – Oberschule der Stadt Leipzig und der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK). Gleichzeitig ist es auch Teil des Kultur.Forscher!-Programms, in welchem die Schule und die GfZK im Zeitraum von 2011 bis 2016  eine Partnerschaft bildeten.
Von April bis Juli wurde diese Partnerschaft sowie alle darum entstandenen Projekte und Aktivitäten in der Ausstellung Achso, deshalb! in der GfZK gezeigt. UEBEL&NEISS war mit einer großen Präsentation dabei!

 

Schuljahr 2015 – 2016

UEBEL & NEISS – Die Schülerfirma
Das waren unsere Aktivitäten:

Gemeinsam mit der Designerin und Illustratorin Wiebke Steinert haben wir uns intensiv mit der Entwicklung neuer Designs beschäftigt.

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Die Öffentlichkeitsarbeit wurde näher beleuchtet und durchdacht. Ergebnis sind zwei neue (und ein alter) Aufkleber, eine neue FACEBOOK-Seite und ein Account auf INSTAGRAM.
Folgt uns alle!

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In diesem Geschäftsjahr wurde entschieden, dass die Kollektion neben den bereits existierenden T-Shirts und Tanktops, auch Stoffbeutel, Turnbeutel, Babybodies und kleine Taschen z.B. für Stifte oder Kosmetikartikel enthalten soll.

Die Babybodies wurden selbst gefärbt und gemeinsam mit den Shirts mit einem eigenen UEBEL-NEISS-Label versehen.

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In der Offenen Siebdruckwerkstatt Offensiwe wurden die Beutel und Bodies im Siebdruckverfahren bedruckt. So sah das aus:
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Schülerfirma in Aktion zur Vorbereitung auf den UEBEL&NEISS-Shop zum Sommerfest:

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Am 3. Juni 2016 fand das große Sommerfest der 94. Schule statt. UEBEL&NEISS war natürlich mit einem Stand vertreten. Die neue Kollektion wurde vorgestellt. Die Turnbeutel waren ganz schnell ausverkauft… UEBEL&NEISS lobte auch einen Design-Contest aus, der mehr als 50 Teilnehmende hatte!
Mehr Informationen und Bilder zum Fest >>>

Donnerstag, 05.11.2015:
Das neue Schuljahr hat begonnen. Die Schülerfirma wurde von einem neuen motivierten Team, bestehend aus den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Neigungskurses Kunst, übernommen.
Nun laufen die Planungen für das aktuelle Firmenjahr – wer arbeitet in welchem Bereich, was wird produziert, wie gelangt es an die Leute und vor allem: was hat das mit Grünau zu tun?
Als Expertin in Sachen Gestaltung und Design ist in diesem Jahr die Designerin und Illustratorin Wiebke Steinert mit im Boot. Wir freuen uns außerordentlich!

Mehr Informationen in Kürze! Seid gespannt!

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Schuljahr 2014/ 2015

UEBEL&NEISS goes Business.

94. Schule – Oberschule der Stadt Leipzig & Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig (GFZK) & Tristan Schulze (Design) & Franziska Eichhorn (Modedesign)

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Die neue Kollektion von UEBEL & NEISS!

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Das Modelabel UEBEL & NEISS geht in die nächste Runde. Die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen der 94. Oberschule in Leipzig haben in diesem Schuljahr ein Unternehmen gegründet, um UEBEL & NEISS weiterzuentwickeln.

Marketing, Management und Produktion – so eine Schülerfirma will gut organisiert sein. Wie es auch in anderen Betrieben üblich ist, wurden die verschiedenen Aufgaben von den Schülerinnen und Schülern untereinander aufgeteilt und es wird zu festen Zeiten gearbeitet. So gibt es eine Gruppe, die die Geschäftsleitung übernimmt. Hier wurde ein Business Plan erstellt und wie in einer Genossenschaft Mitglieder angeworben und Anteile verkauft. Zwei weitere Gruppen entwickelten zusammen mit Tristan Schulze und Franziska Eichhorn das Design – für Tücher und T-Shirts. So wurden z.B. bei den T-Shirts Überlegungen dazu angestellt, was die gängige Mode ist, ob und wie sie den Stadtteil präsentiert und wie man sich selbst mit dem Kleidungsstück identifiziert.

Natürlich zeigen die jungen Unternehmer ihre Kollektion demnächst auch der Öffentlichkeit. An Aktionstagen stellen sie ihre Kleidung einem breiten Publikum vor. So findet demnächst ein Fotoshooting statt, bei dem die aktuelle Entwürfe in Szene gesetzt werden. Am 6. Juni wird es auch bei dem Tag der offenen Tür der 94. OS die Möglichkeit geben, die fertigen Produkte zu erwerben.
Den Namen ÜBEL & NEISS beziehen die Jugendlichen übrigens auf ihren Stadtteil, der schon ziemlich übel ist, aber eben auch irgendwie nett.

Demokratische Mitbestimmung und Menschenwürde werden an der 94. Schule in Leipzig groß geschrieben und sind aus dem Schulalltag nicht wegzudenken. Die Oberschule ist eine differenzierte Schulart der Sekundarstufe I und integriert sowohl einen Hauptschul- als auch einen Realschulbildungsgang. Die Schülerinnen und Schüler sollen hier auf das spätere Berufsleben vorbereitet werden und alle nötigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Laufbahn erhalten.

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Noch mehr Infos und alle brandheißen UEBEL&NEISS-News findet Ihr auf unserer Seite: >>>

W A H N S I N N !

Am 15.07.2014 eröffnete zum ersten Mal der UEBEL&NEISS-PopUp-Store – und zwar für einen Tag!

Ihr hattet an diesem wunderbaren, sonnigen Tag die Möglichkeit bei uns die Premiere des unfassbar stylischen UEBEL&NEISS-Videos zu sehen!
Unsere Freunde von der Offenen Siebdruckwerkstatt stellten Material und Expertise zur Verfügung, so dass jede/r eigene UEBEL&NEISS-Tshirts oder-Beutel bedrucken konnte!
UEBEL&NEISS-Style-Träger/innen kamen bei einem professionellen Foto-Shooting voll auf ihre Kosten!
Und Breakdancer und Tanzlehrer Matthias zeigte was er kann und lud alle Zuschauer zum Mitmachen ein – sehr waghalsig, aber cool!

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Hurra! Unser Projekt ist in der Endrunde von “Kinder zum Olymp – Schulen kooperieren mit Kultur”!

2013

HERZLICHE EINLADUNG AN ALLE THEATERFREUNDE:

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Mittwoch, 04.12.2013, Zastávka: Das Kultur.Forscher!-Team in Top Action! Sabrina, Luisa, Vanessa, Dominik und Alex üben ihre Handpuppenrollen für nächste Woche. Dann spielen sie die selbst ausgedachten kleinen Szenen inmitten der Ausstellung “Von Links nach Schräg” im Neubau der GfZK. Marcus und Kevin bauen die noch benötigten Requisiten aus Pappe. Sarah und Kathleen erstellen den Einladungsflyer. Nächste Woche heißt es dann: “Die schnellste Reise durch Z”!
Kommt alle vorbei! Eintritt ist frei!

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Seit September arbeiten 11 Jugendliche im Neigungskurs Kunst an der Erstellung von Handpuppen und kleinen Spielszenen. Begleitet werden sie dabei von der Figuren- und Objektspielerin Franziska Merkel. Im Zentrum der Charakterentwicklung stehen Vorstellungen, Wünsche und Interessen der Jugendlichen, die sie spielerisch und gestalterisch in das Aussehen und die Aktion ihres jeweiligen Puppenkopfes einfließen lassen.
Als Spielumgebung fungiert Zastávka, der Ort, in den der Neubau der GfZK in der in der aktuellen Ausstellung verwandelt hat.

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Die Kultur.Forscher! in der Ausstellung RAUS IN DIE STADT >>>
Eröffnung am 18.10.2013, um 17:00 Uhr!

Mittwoch, 05.06.2013: Die UEBEL & NEISS Official Website ist online ! ! !

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Mittwoch, 29.05.2013: Heute wurde gedruckt. Die Leipziger d.i.y. Siebdruckwerkstatt Offensiwe hat uns dazu einen Nachmittag ermöglicht, an dem wir verschiedene Farben und Styles ausprobieren konnten. Felix und Hannes gaben uns zu anfangs eine kleine Einführung in die Technik des Siebdrucks. Außerdem berichteten sie uns vom Werdegang der freien Werkstatt, die komplett auf Eigeninitiative fußt, was ziemlich beeindruckend ist.

Jede/r Schüler/in rakelte im Anschluss verschiedene Farben durch die Siebe auf die Textilien. Luisa war so begeistert, dass sie fast bis “Ladenschluss” blieb. Vielleicht hat sich hier eine neue Berufsvision entwickelt…? Übrigens gar nicht so unrealistisch, denn Siebdruck ist brandheiß und absolut angesagt in Zeiten der Individualisierung. Und dies betrifft nicht nur den Bereich der Mode.

Ach ja, und hiermit ist nun auch das Geheimnis um den Namen unseres Labels gelüftet: UEBEL & NEISS ! ! !


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Mittwoch, 15.05.2013: Im Zuge der Recherche zum Thema Mode und Textilindustrie sowie unserer eigenen Entwicklung einer T-Shirt-Kollektion besuchten wir heute die Leipziger Modedesignerin Franziska Eichhorn in ihrem Atelier im Westwerk.
Das war höchst interessant! Ihre Mode richtet sich vornehmlich an Männer. Trotzdem konnte die Gruppe kaum Unterschiede zu “Frauenmode” feststellen. Dies musste kurz diskutiert werden, denn ist es nicht so, dass Männer, die dunkle Farbtöne tragen besonders männlich und damit gleichzeitig heterosexuell sind und Männer, die einen Pullover mit Pastellfarben anhaben automatisch homosexuell? Oder ist das alles Quatsch? Resultat des Gesprächs war, dass es darauf ankommt, wie konsequent jemand seinen Style komponiert und ihn mit Selbstbewusstsein und Lässigkeit trägt – völlig egal, welche sexuelle Orientierung er oder sie hat.
Franziska zeigte uns neben den Kollektionen auch, wie ein Kleidungsstück konzipiert, der Schnitt auf den Stoff gebracht und die einzelnen Teile zusammen genäht werden.  Ein Hemd, wie man es in Bekleidungsgeschäften wie Zara finden könnte, dauert im Entstehungsprozess von Idee zu fertiger Klamotte ungefähr eine Woche! Und es würde, wenn es von Franziska von Hand gefertigt ist, ca. 180 EUR kosten!
Das war eine Überraschung. Und es sollte uns zu denken geben, warum die Klamotten, die wir bei Zara oder New Yorker oder H&M kaufen eigentlich so billig sind… Mit diesem Thema beschäftigt sich die Gruppe in den folgenden Wochen noch weiter.
Im Anschluss widmeten wir uns unseren eigenen Entwürfen und schauten, was Designer Tristan Schulze weiter entwickelt hatte. Es wurde diskutiert, welcher Schriftzug auf welchem “Shape” am besten aussieht und welche Farben gut zusammen passen.
In zwei Wochen wird gedruckt!

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Mittwoch, 17.04.2013: Die Entwicklungsgruppe trifft sich mit Tristan Schulze in der Galerie für Zeitgenössische Kunst. Alle Übungen, die bisher im Klassenzimmer stattfinden, dienten der Vorbereitung auf die eigentliche Aufgabe: das Entwerfen des Labels und des Erscheinungsbildes.
In kleinen Gruppen bearbeiten die Jugendlichen die Schwerpunkte Farbkombinationen/-stimmungen, Typografie/Schrifttypen und Namen/Titel. Aus den jeweils im Brainstorming oder Internet gesammelten Beispielen und Ideen werden in der Kleingruppe die ca. 20 besten herausgefiltert und zur gemeinsamen Diskussion gestellt. In einfachen Voting-Runden kristallisieren sich für jede Kategorie 2 bis 3 Favoriten heraus. Diese werden nochmals diskutiert und bis zum nächsten Mal vermerkt.
Größter Erfolg der heutigen Session:  es wurde der Labelname gefunden! (wird an dieser Stelle noch nicht verraten.)

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Mittwoch, 10.04.2013: Der Recherchephase folgt die Umsetzung. Dazu wird der Kurs in zwei Gruppen geteilt – die Entwicklungsgruppe und die Recherchegruppe.
Erstere ist für die gestalterische Umsetzung des Modelabels zuständig, also für Farben und Formen, Entwürfe und Druck.
Die zweite Gruppe kümmert sich um den ideellen und theoretischen Überbau des Labels. Dazu untersuchen sie heute ihre eigene Kleidung und überlegen woher die Sachen, die sie tragen, stammen. Dabei wird schnell klar, dass entgegen der ersten Annahme, dass die T-Shirts, Hosen und Jacken in Leipzig oder Berlin produziert werden, auf den Etiketten Länder wie China oder BAngladesh zu lesen sind. Die heutige Untersuchung betrifft die Schülerinnen selbst, doch ebenso werden Mitschülerinnen aus einem anderen Kurs befragt sowie eine kleine Exkursion in die Geschäfte nahe der Schule gemacht.
Fazit der heutigen Recherche: scheinbar keines der Kleidungsstücke der Jugendlichen und der zu verkaufenden Ware wird in Deutschland produziert, maximal in EU. Was das bedeutet, muss allerdings noch herausgefunden werden.

Mittwoch, 27.03.2013: Letzter Tag der Vorrecherche. Ein Beispiel zum Thema Anti-Mode wird besprochen: die Künstlergruppe Die Antwoord aus Kapstadt. Ihren Modestil setzen sie zusammen aus Gewöhnlichem und Übertreibungen, referenzieren und ironisieren Styles aus der südafrikanischen Street- und Jugendkultur, produzieren selber Musik (eine Mischung aus Hip-Hop und Euro-Dance) und inszenieren sich in extrem bildgewaltigen Videos. Die Antwoord werden analysiert, Pros und Contras angemerkt und bewertet. Zum Schluss können die Schülerinnen und Schüler aus einer Masse von Stylefotos Gruppierungen und Reihen bilden, die sie gut finden oder die ihnen nicht gefallen und begründen wieder warum.

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Mittwoch, 20.03.2013: Die Diskussion geht heute um sogenannte “Assi-Sprüche”, also Sprüche wie “Deine Mutter sammelt hässliche Kinder”. Was bedeutet es, diese Sprüche, die im Alltag oft gedankenlos dahergesagt werden, auf dem eigenen T-Shirt geschrieben zu tragen. Warum sind die Sprüche einerseits so lustig oder andererseits besonders geschmacklos. Wo hört der Spaß auf?
Im Unterricht und in der Freizeit werden Sprüche, Redewindungen und Schimpfwörter gesammelt. Es fällt auf, wie variationsreich sich der Pool an Beschimpfungen gestaltet und wie massiv diese “Kultur” in den Sprachgebrauch der Schülerinnen und Schüler Eingang gefunden hat. Leider sind damit auch immer wieder Konflikte verbunden – so auch in unserer Session. Eine dahingesagte Beleidigung wird schroff zurück gewiesen, der Konflikt eskaliert in wüsten Beschimpfungen und endet für heute ungeklärt. :(

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Mittwoch, 13.03.2013: Die Bilder der Modeblogfotografien werden ausgewertet und besprochen. Als Übung erhalten die Jugendlichen Schablonen von Kleidungsstücken (Hose, Hoodie, Tank Top usw.), die sie mit Farben und Motiven versehen. Alles ist möglich, es gibt keine Zensur und keine Vorgabe. Die Übung dient erst einmal dazu, wahllos alles auszuprobieren und zu testen, wieweit man gehen kann und wo es Grenzen gibt. Die entstandenen Entwürfe werden in der Gruppe ausgewertet.

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Mittwoch, 06.03.2013: Die Gruppe reflektiert noch einmal, welche Eindrücke und Bilder bisher über Grünau gesammelt wurden. Tristan stellt ein paar Rechercheergebnisse über interessante Modelabels vor, die sich mit Stadt, Urbanität und Klischee beschäftigen. Zur Sprache kommen u. a. Muschi Kreuzberg. Es wird darüber diskutiert, was Mode bedeutet, welche Botschaften über T-Shirts und Klamottenformen übertragen werden können, was die Schülerinnen selbst wichtig finden und was ihnen zu peinlich wäre, anzuziehen und warum.
Als Aufgabe erhalten sie den Auftrag im Stil von Modeblogs Bilder von Passanten und Freunden zu machen und diese zum nächsten Mal mitzubringen.

Seit Februar beginnt nun die zweite Forschungsphase der Schülerinnen und Schüler: Aus der bisherigen Auseinandersetzung mit dem Wohnviertel der Teilnehmenden wird eine konkrete Darstellungsform gefunden.
In Zusammenarbeit mit dem Designer Tristan Schulze von HELLO STUDIOS wird in Richtung Modelabel oder Modekollektion gearbeitet. Recherchefragen zu Beginn sind:
Was kann das alles sein – ein Modelabel?
Was wird kommuniziert?
Wie werden Botschaften transportiert?
Was gehört dazu – Name, Farbe, Bilder?

2012

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Bis zum Halbjahresende beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Viertel, erstellen Profile weiterer Orte, z. B. von Haltestellen und besuchen die Galerie für Zeitgenössische Kunst. Hier lernen sie Kunstwerke in der Ausstellung “Aneignung der Gegenwart” kennen, die auf ganz unterschiedliche Weise Menschen und Orte darstellen. Zum Beispiel fotografierte Thomas Struth Straßen von Leipzig und dokumentierte damit das Bild einer ganz bestimmten Zeit. Sven Johne dagegen erzählt in seiner Videoinstallation “Wissower Klinken” über die Kreidefelsen auf Rügen, verpackt in einer Geschichte über einen Fremdenführer, wobei nicht klar ist, ob es sich um eine erdachte oder wirkliche Geschichte handelt. Diese verschiedenen Ansätze der Darstellung erkunden und diskutieren die Schülerinnen nach den Fragestellungen:
Wer oder was wird hier portraitiert?
Mit welchen Mitteln findet die Darstellung statt?

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Mittwoch, 26.09.2012: Der Kurs beginnt mit Untersuchungen unweit der Schule. An einem Platz im Wohngebiet wird geschaut, wie der Ort aussieht, welche Beziehung er zu den umliegenden Gebäuden hat, welche Einrichtungen anschließen und wie sich Menschen dort verhalten. Es werden Fotos und Zeichnungen gemacht. Die Fotos stellen den gesamten Platz dar und werden im Nachhinein so aufgeklebt und geschlossen, dass man die Umgebung als Panorama nachvollziehen kann.

Neues Schuljahr, neuer Kurs, bekanntes Thema: Grünauer Jugendliche setzen sich als Kultur.Forscher! mit ihrem unmittelbaren Umfeld auseinander. Nachdem im letzten Schuljahr Orte für Jugendkultur in Grünau untersucht wurden, geht es nun um den Stadtteil an sich, wie das Leben aussieht und wie es sich festhalten und darstellen lässt. Ziel ist es eine spannende Form der Abbildung zu finden.
Der Designer Tristan Schulze von HELLO STUDIOS wird ab dem 2. Schulhalbjahr hinzukommen und mit der Gruppe etwas entwickeln.

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VOÍLA – Unser Stadtteilplan I  GRÜNAU

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Wir bedanken uns bei Euch für Eure tolle Mitarbeit und wünschen Euch schöne Sommerferien!

Dienstag, 26.06.2012: Katrin zeigt uns einen ersten Entwurf,  den sie aus den mitgenommenen Eindrücken, Zeichnungen und Ideen entwickelt hat. Da die Zeit leider knapp und das Schuljahr eigentlich schon vorbei ist, entscheiden wir uns für das finale Aussehen des Plans. Wichtig sind nun noch die Einrichtungen selbst, die nicht nur als Name auftauchen sollen. Da bis jetzt das Layout komplett handgezeichnet ist, entscheiden wir uns gegen Fotografien der Häuser. Anstelle dessen wird von jedem Haus eine Ansicht oder ein Detail ausgewählt und ebenfalls skizziert.
Nun beginnt Katrin mit dem Fertigstellen am Computer und wir werden nach den Sommerferien den fertigen “I love Grünau”-Plan verteilen können. Und auch hier zur Ansicht veröffentlichen! Seid gespannt!

Dienstag, 12.06.2012: Nun steht es fest: es wird ein Stadtteilplan werden, wo Jugendliche für Jugendliche fünf ausgewählte Einrichtungen vortsellen und empfehlen. Der Plan wird “I love Grünau – triff Dich hier!” heißen.
Für die grafische Umsetzung haben wir uns professionelle Unterstützung eingeladen: die Grafikerin Katrin Hanusch. Die Aufgabe ist nun, für alle bisher gesammelten Informationen Bilder und Symbole zu finden, die dann später auf dem Stadtteilplan die Empfehlungen der Schülerinnen und Schüler visualisieren werden. Dafür gilt es zunächst zu überlegen, welches Bild/welches Symbol welche Botschaft vermitteln kann, ohne erklärenden Text. Gemeinsam werden Bewertungskriterien für die Einrichtungen bestimmt und Punkte vergeben. Neben dem Spaß und Entspannungsfaktor spielen Sauberkeit und Menschlichkeit eine große Rolle. Aber wie findet man am besten geeignete Bilder, die genau das ausdrücken? Katrin hat dafür eine Vielzahl an farbigen Papieren und Formen mitgebracht und lässt nun alle assoziieren. Was verbindet man mit gelb, grün oder rot? Nach diesen Übungen skizziert jede/r Motive entsprechend der Bewertungskategorien und am Ende wurde viel diskutiert und demokratisch abgestimmt, welches Bild den Anforderungen am besten entspricht.

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Dienstag, 15.05.2012: Wie könnte ein Poster mit den bis jetzt gesammelten Materialien aussehen? Und wie kann man neben dem Poster auf das Projekt aufmerksam machen? In drei Arbeitsgruppen werden die nächsten Schritte geplant, ausprobiert und auch schon umgesetzt. Eine Gruppe kümmert sich um die Verarbeitung der Informationen und die Ergebnisse der Interviews  für das Poster. Eine zweite Gruppe entwickelt das Gestaltungskonzept. Und die dritte Gruppe ist für die Veröffentlichung im Internet verantwortlich.  Nun steht der Plan für die nächsten Wochen.

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Dienstag, 08.05.2012: Was hat die besuchten Einrichtungen besonders ausgezeichnet? Wann, warum und von wem werden sie besucht, genutzt oder eben nicht? Heute wurden die Antworten zu den Fragen von der Exkursion zusammengetragen. Gemeinsam wurde dann überlegt, was nun mit den gesammelten Informationen und Eindrücken passieren soll. Erste Ideen sind eine Zeitung, eine  Internetpräsentation, Flyer und/oder Poster, die über die (kulturellen) Möglichkeiten für Jugendliche in Grünau informieren und Tipps geben.

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Dienstag, 24.04.2012: Erster Rundgang durch das Wohnviertel Grünau, in dem die meisten der Jugendlichen zu Hause sind. Im Vorfeld erstellte die Gruppe eine Liste von Einrichtungen, die sie mit “Kultur” verbinden. Besucht wurden folgende Orte: Jugendclub “Arena” (gleich neben der Schule), Kinder- und Jugendtreff Leipzig Grünau (ehemals “Kirschberghaus”), Jugendclub “Kübel” (Sitz der Mobilen Jugendarbeit Leipzig e.V.), Heizhaus (Skate- und Jugendzentrum Leipzig) und das Kinder- und Jugendtheater Theatrium.

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Eine Kooperation mit der 94. Mittelschule (Leipzig-Grünau)

Seit Februar 2012 ist das Projekt GALERIE 94 Teil der bundesweiten Initiative KULTUR.FORSCHER!.

Die Schüler/innen werden in Neigungskursen ihren Stadtteil Leipzig Grünau unter der Fragestellung „Was hat Kultur mit mir und meinem Lebensraum zu tun?“ erkunden und erforschen.

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GALERIE 94

Aus der anfänglichen Idee, eine Ausstellungsfläche im Schulflur zu installieren, hat sich ein Ausstellungsvorhaben über den aktuellen Zustand des Schulgebäudes entwickelt.

Mittels verschiedener Medien wie Foto, Video oder Installation nahmen die Schülerinnen und Schüler eine Bestandsaufnahme vor, welche am 05.09.2011 in Form der ersten Ausstellung mit dem Namen „KAPUTT/ Unser Schulhaus – Bestandsaufnahme und Zukunftsvision“ präsentiert wurde.

Das Projekt befindet sich nun in der Fortsetzung. Die Ausstellung KAPUTT! machte zunächst aufmerksam und ermöglichte durch die finanzielle Unterstützung des Jugendamts die Renovierung der als Ausstellungsfläche vorgesehenen Schulflure. Ziel ist eine dauerhafte Inbetriebnahme der Flächen und Flure als Ausstellungs- und Präsentationsmöglichkeit unter dem Label GALERIE 94, welches von denSchülerinnen und Schüler eigenverantwortlich organisiert, betrieben und mit Aktionen belebt wird. Neben den Schulfluren wurde durch die Ausstellung auch der Sanierungsbedarf der Toilettenräume in der Schule deutlich. Auch diese Räume werden nun nach und nach saniert.

Von Februar 2012 bis Februar 2014 ist das Projekt GALERIE 94 Teil der bundesweiten Initiative KULTUR.FORSCHER!– gefördert von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie der PWC-Stiftung.

Im Rahmen des Programms wird die Schule als Kunst- und Kulturraum gemeinsam mit den Schüler/innen und der GfZK geöffnet, weiter entwickelt und etabliert. Dabei beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler vor allem mit der Frage: „Was hat Kultur mit mir und meinem Lebensraum zu tun?“

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Projektleiterinnen: Cindy Bittner, Alexandra Friedrich und Lena Seik


GfZK


Kunstvermittlung für Kinder und Jugendliche in der GfZK Leipzig

Galerie für
Zeitgenössische Kunst
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
D-04107 Leipzig
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