Schülerzeitung FLIPPO, DER BANANENKOPF

Am 1. März 2017 startete unser großes Kooperationsprojekt mit zwei Grundschulen in Schönefeld. Jeden Mittwoch treffen sich seitdem Hortkinder der Clara-Wieck-Schule und jeden Donnerstag die der Astrid-Lindgren-Schule. Beide Schulen befinden sich im Stadtteil Schönefeld und sind quasi verbunden durch die Gorkistraße, eine große Geschäfts- und Verkehrsstraße.

Für den Anfang des Projekts war es vor allem wichtig zu überlegen, was sind die Themen, die Eingang in die Zeitung finden sollen, wie gestaltet man eine Zeitung und vor allem: wie lautet der Titel?

Was ist im März passiert:

Die Kinder übten den Umgang mit Schrift und Typografie. Dabei zeichnete die eine Gruppe Wörter. Die andere besuchte einen Zeitungsladen und forschte nach Schriften im Stadtraum.  Beide Gruppen fertigten Linolschnitte von ihren Initialien an, setzten einen Steckbrief darunter und tauschten diese mit den Kindern der anderen Gruppe.

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Das Thema der ersten Ausgabe lautet Draußen.

Die Kinder benannten Orte im Stadtteil, die in verschiedener Weise für sie von Bedeutung sind (gruseliges Haus, schöner Spielplatz, hässliche Straßen usw.). Die Orte wurden gezeichnet und es wurde besprochen, warum diese Orte bedeutend sind.

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Gemeinsam planten und realisierten die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule die Säuberung und Bepflanzung einer Baumscheibe an der Gorkistraße – ein echtes Experiment im öffentlichen Raum. Die meisten Passant*innen freuten sich über die Aktion und kamen mit den Kindern ins Gespräch. Diese nutzten wiederum die Chance und führten Straßeninterviews durch. Eine Praxis für Physiotherapie, die sich direkt an der Baumscheibe befindet, spendierte Gießwasser, Gummibärchen und erklärte sich zur Patenschaft bereit. Diese Aktion war ein voller Erfolg!

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Die Kinder der Clara-Wieck-Schule interessierten sich für aktuelle Magazine und Zeitschriften, wie diese aussehen, welche Themen sich darin befinden und wie die Meinung der Leute dazu ist. Also besuchten sie einen Zeitungsladen auf der Gorkistraße. Die dortigen Magazine wurden inspiziert und fotografiert, einige gekauft und später in der Schule analysiert.
Weiterhin machte die Gruppe eine Exkursion in den Stadtraum rund um die Gorkistraße und sammelte interessante Schriftzüge.

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Beide Gruppen nutzten von Anfang an die Methode der Umfrage. Regelmäßig und zu fast allen Themen der Zeitung werden die Mitschüler*innen befragt. So entstand auch der Name der Zeitung: FLIPPO, DER BANANENKOPF!

Fotos

April

– Schrift entwickelt mit dem bildenden Künstler Martin Weiser
– Rätsel und Rezept
– Nachbereitung Bepflanzung Baumscheibe, Anleitung zur Bepflanzung

Mai

– Müll sammeln, inspiriert von Dingen, die man draußen findet, mit dem Schmuckkünstler Florian Milker
– Besuch vom Koch der Neumayer Station/Antarktis Dirk Peter, Interview, Umfragen, Quiz entwickeln
– Entwicklung einer Comic Story gemeinsam mit dem Illustrator Friedemann Lichtenthal
– Gestaltung des Deckblatts des Magazins mit der Unterstützung von Illustrator Robert Krause
– Entwicklung eines Posters als Beilage des Magazins gemeinsam mit der Modedesignerin Franziska Eichhorn

Während zweier Schulhalbjahre entstehen maximal vier Ausgaben der Schülerzeitung, die von Kindern aus den Horten herausgegeben wird.

Sie bestimmen die Inhalte bzw. Themen der Hefte selber. Dies können Themen sein, die sie besonders interessieren oder beschäftigen, z.B. Tiere, Star Wars, Fußball oder Rezepte, aber genauso aktuelle Themen des Stadtteils oder aus der Politik. Indem die Kinder ihre Themen bearbeiten und veröffentlichen, zeigen sie sich gegenseitig, was ihnen wichtig ist. Die Redaktionen der beiden Schulen lernen sich im Laufe der Projektzeit kennen und entwickeln eine Ausgabe zusammen.

Sie beschäftigen sich mit ihrer Lebenswelt und ihrem Lebensumfeld, erlangen Kompetenzen zur friedlichen Zusammenarbeit, zu Themenrecherche und Diskurs, zur Meinungsbildung und –verteidigung. Sie lernen Formen kennen, sich kreativ und für andere verständlich auszudrücken.
Dies ist eine grundlegende Kompetenz zur gesellschaftlichen Mitgestaltung.

Die Zeitung wird in den Schulen und in der GfZK erhältlich sein. Die Stadtteilzeitung wird angefragt, die Schülerzeitung als Sonderbeilage in ihren Verteiler aufzunehmen.

Verantwortliche für dieses Projekt sind Wiebke Steinert (Spiel- und Lerndesignerin) und Lena Seik (Leitung Kunstvermittlung GfZK) – in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter*innen der beiden Schulen bzw. Horte.

Das Projekt wird gefördert von der Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms “Werkstatt Vielfalt” und vom Deutschen Kinderhilfswerk.

 

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