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Galerie für Zeitgenössische Kunst
Karl-Tauchnitz-Straße 9-11
D-04107 Leipzig

Büro 0341 - 140 81 0
Kasse 0341 - 140 81 26
Fax 0341 - 140 81 11
Email office@gfzk.de

Öffnungszeiten
Di-Fr 14:00-19:00
Sa-So 12:00-18:00
Beide Ausstellungshäuser sind barrierefrei.

Eintrittspreise
GfZK-1, GfZK-2: 5€/3€
GfZK-1 + GfZK-2: 8€/4€

Forschungsprojekte der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK), 2003-2009

Mit „Kulturelle Territorien“ (2003–05) begann die Galerie für Zeitgenössische Kunst das erste mehrjährige Forschungsprojekt zur Rolle von Kultur und Kunst in post-kommunistischen Ländern. In diesem Zusammenhang wurde nach den politischen Implikationen kultureller Argumentationen und nach den Möglichkeiten von Kunst in der Auseinandersetzung mit kulturellen Identitäten bzw. Identifikationen, mit Repräsentationssystemen und Territorialisierungen gefragt. Mit „Heimat Moderne“ (2005) und „Schrumpfende Städte“ (2003–05) stand das Erbe der sozialistischen Moderne im Vordergrund des Interesses. In interdisziplinär ausgerichteten Projekten und Kooperationen wurden die Auswirkungen dieses Erbes auf die Gegenwart untersucht. Mit „dagegen dabei“ (2006) widmete sich die GfZK dem Stellenwert künstlerischer Kritik in verschiedenen politischen und ökonomischen Systemen.(1) 2007 bildeten Möglichkeiten, Grenzen, und ideologischen Verstrickungen von Kunst im Zusammenhang mit Erinnerungspolitik und Gedächtniskultur den Fokus der Untersuchungen.(2) Besonderes Augenmerk wurde auf die gesellschaftliche Verfasstheit der künstlerischen Mittel selbst gelegt. 2008 und 2009 rückt privates Engagement für die Kunst in den Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Dabei richtet sich der Blick vor allem auf Verschiebungen in den Konzeptionen von Öffentlichkeit, und auf den historischen und zeitgenössischen Anspruch des Museums, ein öffentlicher Ort zu sein. Diese mitunter über mehrere Jahre dauernden Forschungsprojekte mündeten und münden in eine Serie von Einzel- und Gruppenausstellungen, Diskussionen, Vorträge, Publikationen und in Lehrtätigkeiten(3) .

(1) Bei „Heimat Moderne“, „Schrumpfende Städte“ und „dagegen dabei“ handelte es sich um groß angelegte interdisziplinäre Kooperationen: Aus Anlass von „Heimat Moderne“ kooperierten wir mit einer Reihe von Leipziger Einrichtungen und Gruppen, bei „Schrumpfende Städte“ mit dem Projektbüro Philipp Oswalt, dem Bauhaus in Dessau, der Zeitschrift arch+ in Dessau. „dagegen dabei“ entsprang einem EU-Projekt, das wir zusammen mit der J.F. Purkyne Universität in Usti nad Labem (CZ) und dem Forum Stadtpark in Graz (A) durchführten.
(2) In diesem Zusammenhang zeigten wir u.a. Einzelausstellungen von Sean Snyder, Monica Bonvicini, Josef Dabernig, Via Lewandowsky, Dorit Margreiter, Tilo Schulz, Dora Garcia, Rosenblum & Muntean und Gruppenausstellungen wie Warum etwas zeigen, was man sehen kann, Archit-Action oder Last Minute.
(3) Ilina Koralova, Julia Schäfer (beide Kuratorinnen) Heidi Stecker (Kustodin) und ich unterrichten an verschiedenen Hochschulen und Universitäten und führen Programme mit Studierenden zu bestimmten Themen und Ausstellungen der GfZK durch.

Barbara Steiner