Ein fremder Garten, in den man seine FreundInnen einladen kann?

Im Sommer 2006 wurden Teile des Außengeländes der GfZK von Jun Yang neu gestaltet und zu einem kulturellen und sozialen Treffpunkt umgebaut: MuseumsbesucherInnen, Studierende der umliegenden Hochschulen, Ruhesuchende, ParkbesucherInnen und deren Kinder können nun verschiedene Angebote in Anspruch nehmen. Diese reichen von einem Kinderspielplatz, Ruhezonen und Plattformen zur freien Nutzung bis hin zu einem Kiosk [Hei Di] mit unterschiedlichen Waren. Die einzelnen Elemente beziehen sich auf die Tradition des deutschen Tante-Emma-Ladens, auf japanische Gärten und Convenient-Stores, auf Kolonialwarenläden, bayrische Biergärten, Asia-Shops, aber auch auf Museumsshops. Das Projekt >gfzk garten< sucht ökonomische Zwänge, denen Kunstinstitutionen heute unterliegen, ins Produktive zu wenden und in der Arbeit selbst zu thematisieren. Darüber hinaus werden über die angebotenen Produkte und Gestaltungselemente kulturelle Codes, Definitionen, Bilder in ihrer jeweiligen Bedeutung verschoben, um- und neu bewertet. So sind bayrische Bierbänke mit einem asiatisch anmutenden Muster überzogen, massenproduzierte, karierte Transporttaschen zu Designstücken umgearbeitet und nimmt die Landschaftsarchitektur auf asiatische Gartengestaltung Bezug. Das Grünpflanzen-Konzept des Gartens verweist ebenfalls auf Kulturtransfers: Aus wärmeren Regionen importierte Zimmerpflanzen stehen Seite an Seite mit einheimischen Gewächsen und künstlichen Pflanzen.
Der Betrieb ist wetterabhängig; von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet.
|